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Die Leidenschaft bewahren

Zugegeben. Dadurch, dass gestern Valentinstag war, könnte man diesen Titel durchaus im sexuellen Kontext verstehen. Doch Leidenschaft ist nicht nur in der Beziehung wichtig, sondern auch im Beruf. Vor allem als selbstständige Unternehmerin.

Der Grund für diesen Blogartikel? Die vielen Blogartikel meiner Kollegen und Digital-Mentoren darüber, dass sie die Nase voll haben. Von Social Media zum Beispiel. Oder von Digitalisierungsdiskussionen.

Offen gestanden, auch ich hatte in meinen 25 Jahren Internet-Erfahrung meine Nase-voll-Momente. Und ja, auch ich hätte in den 15 Jahren Social-Media-Präsenz ab und zu gerne mal den einen oder anderen Dienst eingestampft. Aber – und das ist für mich eine zentrale Erkenntnis – lag es nicht am Internet oder am Social-Tool, sondern immer nur an meiner aktuellen Arbeitssituation.

Und rückwirkend betrachtend möchte ich festhalten: Ein Nase-voll-Moment ist eine tolle Chance. Nicht, um sich den Frust in einem Blogbeitrag von der Seele zu schreiben, sondern, um sich über die eigenen Wünsche und Bedürfnisse klar zu werden und sein (Arbeits-)Leben wieder in die Spur zum täglichen Glück zu bringen.

Welche Arbeiten gefallen euch am besten? Für welche Kunden und Kollegen seid ihr am dankbarsten? Über welche Anfragen und Aufträge könnte ihr euch am meisten freuen? Meine Erfahrung: Je mehr man sich auf die positiven Seiten seiner Arbeit konzentriert, umso häufiger fliessen einem genau solche Lieblingsaufträge zu.

Und manchmal rückt die Erfüllung lang gehegter Wünsche auch noch nach Jahren plötzlich in erreichbare Nähe. Heute wird beispielsweise ein Projekt eröffnet, das so punktgenau einen Wunsch von mir bedient, den ich schon so lange hege, dass ich ihn fast vergessen hatte. Dieses Projekt übernehmen zu dürfen wäre für mich das perfekte Jubiläums-Geschenk.

2018 ist für mich nämlich ein besonderes Jahr. Zahlentechnisch jedenfalls. Schliesslich wird meine Firma dieses Jahr 15 Jahre alt, vor 25 Jahren war ich das erste Mal im Internet, vor 20 Jahren begann ich in der Medienbranche zu arbeiten und ebenfalls vor 15 Jahren trat ich den ersten sozialen Medien bei, dem Open BC und Myspace.

Das ist vordergründig sehr viel Grund für Dankbarkeit. Doch dem, was im Hintergrund liegt, gilt diese vor allem. Den unzähligen tollen Begegnungen mit Menschen on- und offline, den tollen Aufträgen und geistigen Herausforderungen, den wertschätzenden Rückmeldungen und nicht zuletzt der finanziellen Unabhängigkeit und zeitlichen Flexibilität, die mir meine Arbeit schenkt.

Danke!

Unter der Annahme, dass Frauen zukünftig mit Mitte Sechzig in die Pension gehen, darf ich nochmals 15 Jahre meinen Lebensunterhalt als selbstständige Unternehmerin verdienen. Dank viel Freude an der Arbeit, wertschätzenden Kunden und gelebter Dankbarkeit hoffe ich, meine Leidenschaft ebenso lange bewahren zu können.

Ich freue mich auf die weitere Entwicklung meines Geschäftsfeldes und schliesse mit einem kurzen Rückblick über die letzten 20 Jahre Web-Entwicklung, wie ich sie erlebte und mitgestaltete, ab.

Mein Weg ins Internet

Das erste Mal online war ich 1993. Ein Bekannter nahm an einer Studie zur Nützlichkeit des Internets teil und ich durfte bei ihm surfen. Als erstes besuchte ich die Website der Staatsbibliothek der ehemaligen UdSSR. Die Startseite brauchte über vier Stunden, um vollständig zu laden, da sie hauptsächlich aus einem Vollbild des Eingangportals des Bibliothekgebäudes bestand. Ab 1997 hatte ich meinen eigenen Internetanschluss und war ab dann in verschiedenen Netzwerken, Foren und Themenplattformen aktiv. 2003 machte ich mich als PR-Trainerin selbstständig. Durch meine Internet-Affinität unterstützte ich von Anfang an mein Marketing mit Social-Media-Präsenzen, einem Fachblog und monatlichen Newsletter, den ersten im deutschsprachigen Raum übrigens, die kostenlos konkrete Tipps und Anleitungen online verbreiteten. Dadurch wurde ich schnell weitherum bekannt und konzipierte für Bildungsinstitute die ersten Seminare in diesem Bereich. Unterdessen bin ich fast ausschliesslich digital unterwegs. Dazwischen liegen unzählige Online-Stunden, Weiterbildungen und ziemlich viele Kilogramm Fachliteratur. Und zwei Wochen Second Life 😉

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