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Facebook und Co.: Ein- statt Aussteigen

Zugegeben, Facebook hat die Daten seiner Nutzer nicht immer nach bestem Wissen und Gewissen geschützt. Aber ehrliche Social-Media-Nutzer sollten auch zugeben, dass ihnen ihre Daten lange schnurzpiepegal waren. Gerade auf Facebook. Aber dies soll nicht ein Blogpost zu dem aktuellen Facebook-hat-meine-Daten-verkauft-Aufschrei werden (dazu empfehle ich euch Facebook „#Faxit“: Meine Fresse, dann löscht halt euer Profil! und Facebook: Datenskandal, Account löschen, wir bezahlen mit Daten, mimimi – wir sollten alle mal Klartext sprechen). Sondern einer mit Gründen, weshalb man einsteigen sollte, falls man noch nie in Social Media aktiv war.

 

Social Media – gerade Facebook – verbindet einen Viertel der Welt miteineinander

 

Stellt euch das einfach mal kurz vor. Könnt ihr nicht? Das ist aber auch eine wirklich unfassbare Zahl! Mindestens jeder vierte Mensch auf dieser Welt ist in Facebook aktiv. Das heisst, dass er oder sie sich mindestens einmal monatlich einloggt. Ganze 2,1 Milliarden solche aktiven Accounts weist Facebook aus. Und zwei Drittel dieser Facebook-Nutzer loggen sich täglich ein. Tä-glich! (Quelle)

 

Weshalb die Menschen so gerne Facebook nutzen, hat aktuell die Bitkom-Studie zu Social Media eruiert. Die meisten nutzen ihre Accounts, um mit Freunden, Kollegen und Familien zu kommunizieren und bezüglich Veranstaltungen, Nachrichten und Produkten auf dem Laufenden zu bleiben:

 

Wofür nutzen User Facebook und Co.?

 

Hier werden also nicht nur Unternehmen abgehängt, die sich Social Media verweigern, sondern auch Private. Immer öfter höre ich, dass auch bezüglich Dorf-, Quartier- oder Stadtleben nur noch auf dem Laufenden ist, wer in der entsprechenden Facebook-Gruppe Mitglied ist. Den Anschluss an das soziale Umfeld zu verpassen, ist denn auch nicht nur in internationalen Studien und Versuchsreihen ein Effekt der Social-Media-Abstinenz, sondern auch in der Bitkom-Studie ein Thema:

 

Soziale Kompetenz dank Facebook.

 

Das geht so weit, dass für ein Drittel der befragten Social-Media-Nutzer ein Leben ohne Facebook und Co. schon gar nicht mehr denkbar wäre:

 

Leben ohne Facebook nicht vorstellbar.

 

Auch finden die Studienteilnehmer, dass Social Media zukünftig fürs soziale Leben noch wichtiger wird:

 

Social Media wird noch wichtiger.

 

Aber auch die Relevanz der Eigenverantwortung bezüglich dem eigenen Datenschutz ist den meisten bewusst und sie kümmern sich darum:

 

Datenschutz bei Facebook.

 

Die ganze Studie gibt es übrigens als PDF hier.

 

Aber natürlich muss man nicht einfach so bei Facebook, LinkedIn, Twitter oder Instagram aktiv werden, weil das alle anderen tun. Und natürlich springen Sie ja nicht über eine Klippe, nur weil alle vor Ihnen gesprungen sind. Dennoch gibt es noch einen Grund mehr, in Social Media genau jetzt aktiv zu werden.

 

Web 5.0 und semantische Programme

 

Die technische Entwicklung schreitet immer schneller voran, die Digitalisierung dringt in alle Bereiche unseres Lebens ein. Die Evolution von Web 1.0 zu Web 5.0 ist im vollen Gange, aktuelle befinden wir uns im Übergang von 4.0, Internet of Things, zu 5.0:

 

WEb 5.0

 

Diese etwas ältere Grafik (Quelle) zeigt sehr gut, wie sich das Internet entwickelt hat. Nämlich zu einem vernetzten Zustand, den wir gar nicht mehr als Internet wahrnehmen. Auch die Computerwelt steht momentan am Anfang einer evolutionären Entwicklung. Quantencomputer vervielfachen bald die physikalisch mögliche Rechenleistung und neue Ansätze bei der Programmierung auf semantischer Basis wie Googles Fuchsia bringen komplett neue Programmkonzepte.

 

Sie verstehen nichts? Verdrehen bei Diskussionen um Blockchain, künstlicher Intelligenz, Sprachbots und anderem neumodischen Zeugs die Augen? Social-Media-Verweigerer brauchen keine Angst zu haben, abgehängt zu werden und bald nur noch einen Bruchteil von dem zu verstehen, was um sie herum läuft. Denn sie dürfen ruhig die Gewissheit haben, dass ihnen das blüht.

 

So sieht unsere Zukunft aus, ob es uns gefällt oder nicht

 

Sicher gibt es sehr bedenkliche Entwicklungen. Aber es gibt auch unglaubliche viele Rezepte dagegen. Noch nie wurde politische Manipulation so früh und so umfassend aufgedeckt, wie zu Zeiten von Fake-Accounts und Daten-Verkaufs-Skandalen. Gegen die weltweit wachsende Internetkriminalität gibt es weltweit wachsende Cyber-Agenten. Gegen Mobbing und Missbrauch gibt es unglaublich hohe Wellen schlagende Aktionen. Und für mehr Fairness und moralisch vorbildliches Verhalten in dieser Welt kann jeder und jede sehr gut bei sich selbst beginnen.

 

Kontrollverlust durch künstliche Intelligenz, Algorithmen, Manipulation und Hacking

 

Bedrohungen für den Weltfrieden und das persönliche Wohl jedes Einzelnen gab es schon immer. Nun haben wir halt die Mittel, alle Bedrohungen weltweit in Sekundenschnelle wahrzunehmen und uns unsern ganz persönlichen Albtraum als Filterblase bei Facebook, Twitter und Newsseiten zu kreieren. Wir finden immer 100 andere, die genau dasselbe genau jetzt ebenso schlimm finden wie wir, können uns mit ihnen verbinden und haben dann schnell das Gefühl, die ganze Welt denke so. Dabei sind es nur gerade 100 von den 2,1 Milliarden aktiven Nutzern auf Facebook…

 

Bitte einsteigen. Jetzt.

 

Wer zukünftig sowohl am Arbeitsplatz als auch in Dorf und in der Familie mithalten will, der sollte sich überlegen, in Social Media aktiv zu werden. Hirnforscher belegten, dass nach nur 14 Tagen Aktivitäten in Social Media neue Synapsen entstehen. Die Lernprozesse bezüglich Handling, Datenschutz, Verhalten, Einschätzung der selbst präsentierten Inhalte, der Kooperation und schnellen Online-Kommunikation, die Social-Media-User durchlaufen, sind für die berufliche und private Zukunft essentiell. An keinem anderen Ort kann man so früh und so spielerisch mit neuen Technologien umgehen lernen und zu guter Letzt: Social Media erhöht die Frusttoleranz gegenüber technischen Anwendungen und wachsendem Kontrollverlust.

 

Wer sich als Unternehmen verweigert, stirbt aus

 

Zugegeben, das ist jetzt etwas hart ausgedrückt. Aber leider vollkommen wahr. Gefunden werden Anbieter, Dienstleister und Gewerbetreibende nämlich schon heute mehrheitlich nicht von Menschen, sondern von künstlicher Intelligenz. Wer auf Google sucht, sich navigieren lässt, in Facebook seinen Veranstaltungskalender verwaltet oder sein Smartphone fragt, wo man am neuen Wohnort Sport treiben kann, verlässt sich ganz auf die Daten, welche das Internet über Produkte und Unternehmen hat. Sollte eine Firma im Internet nicht existieren, gerät sie Tag für Tag mehr in Vergessenheit. Wer im Web existiert, aber die Präsenzen nicht pflegt und im schlimmsten Fall nicht mal davon weiss, kann von heute auf morgen einen kompletten Wegfall von Neukunden ausgesetzt sein. Dazu reichen ein paar negative Bewertungen, die weder beantwortet noch kommentiert werden.

 

Sichtbarkeit im Internet für Unternehmen und Gewerbe.

 

 

 

Wer wissen will, wie er seine Wettbewerbschancen mit den richtigen Daten im Internet wieder erhöhen kann, dem bette ich hier noch eine meiner Slideshares ein:

 

 

 

In diesem Sinne wünsche ich einen erfreulichen Frühling und gute Geschäfte! Online und offline 🙂

 

Ihre Daniela A. Caviglia

 

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